|
|
|
Wenn Sie Venedig nicht mehr sehen k?nnen
|
Wenn Sie Venedig nicht mehr sehen k?nnen, dann
besteigen Sie das Traghetto nach Burano.
Die F?hre braucht nur eine Stunde und die Fahrt lohnt
sich. Burano, das ist das Venedig des 13. und 14.
Jahrhunderts, hier stehen keine Adelspal?ste, sondern
kleine, h?chstens zweist?ckige, pittoresk bunte
H?user, jedes in einer anderen Farbe; es scheint,
jeder will seinen Nachbarn an Farbintensit?t
?bertreffen. |
|
 |
| |
|
|
 |
|
Die Stadt Burano
Rund 5.000 Einwohner, neben Torcello und
Mazzorbo die einzige Ortschaft, die in der
n?rdlichen Lagune ?berlebt hat. In seiner
Bl?tezeit hatte Burano sogar eigene Handels-
vertretungen weit ins Festland hinein und
wurde erst 1923 Venedig eingemeindet. Die
Pfarrkirche San Martino geht auf das
16. Jahrhundert zur?ck, der schiefe Turm
stammt aus dem fr?hen 18. Jahrhundert. |
| |
|
|
Heute lebt Burano vom Fischfang,
Fremden-
verkehr und dem Verkauf von Spitzen, die hier
seit dem 16. Jahrhundert gekl?ppelt wurden.
Zumeist stammen sie jetzt aus Asien, dort kostet
Handarbeit weniger. Aber - schlie?lich nahm
Venedig schon seit dem Mittelalter einen Spitzen-
platz ein, wenn es um den Handel mit
waren aus China und Fernost ging. |
|
 |
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
| |
|
Karneval in Venedig |
|
| |
|
 |
|
Seine
Urspr?nge hat der Karneval von Venedig in der Freude der Venezianer am
Rollenspiel und an der Verkleidung. Das ?lteste bekannte Dokument ?ber
die Benutzung von Masken geht auf das Jahr 1268 zur?ck und der erste
offizielle Maskenball wurde im 16. Jahrhundert anl?sslich des Sieges ?ber
die Pest gefeiert. Seine Glanzzeit mit rauschenden Maskenb?llen und prunkvollen Festen erlebte das bunte Treiben im 17.und 18. Jahrhundert.
Im Schutz der Maske wusste sicherlich nicht nur Casanova, das
ausschweifende Leben zu genie?en.
|
| |
|
|
| Napoleon, der Venedig 1797 besetzte,
verbot kurzerhand den Karneval, da ihm das Maskieren als gef?hrlich und
undurchsichtig erschien. Doch auch vorher erregte der Karneval bereits den
Unwillen der Stadtoberen. War es doch die urspr?ngliche Idee des
Karnevals, durch Verkleidung die gesellschaftliche Hierarchien zu
durchbrechen, indem man in eine Rolle schl?pfte und eine andere Identit?t
annahm. Die Regierenden verboten den Venezianern beispielsweise, Masken in
Kirchen zu tragen, oder untersagten es den M?nnern, sich mit Per?cken
und B?rten oder Frauenkleidern zu schm?cken.
|
| |
|
|
 |
|

|
| |
|
|
| Erst 1979 wurde der
Karneval in Venedig wieder ins Leben gerufen und stellt heute den
absoluten H?hepunkt im venezianischen Veranstaltungskalender dar. Der
traditionelle Karneval bot den B?rgern die M?glichkeit, ausgelassen zu
feiern und zu genie?en. Die gro?en venezianischen Pal?ste ?ffneten
ihre Tore, Musik und Auff?hrungen belebten die Pl?tze Tag und Nacht.
Zahlreiche Menschen bev?lkern die Gassen und Pl?tze in historischen Kost?men,
mit venezianischen Masken, Federschmuck, Umh?ngen und Per?cken.
|
| |
|
|
| Die
Stadt bietet dabei die ideale Kulisse f?r dieses Treiben. Eine anmutige
Eleganz ist den Verkleideten zu eigen, die sehr bunten Kost?me haben aber
auch einen leicht melancholischen Charakter. Auf zahlreichen B?llen in
den S?len und Pal?sten kann sich das verm?gende Publikum stilecht am?sieren
und erlesene Speisen genie?en und sich mit historischen T?nzen am?sieren.
|
|

|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
| |
|
|
|
Geschichte
Venedigs
|
|
 |
| |
|
|
|
6. bis 10 Jh. Die Gr?ndungszeit |
| Die Anf?nge |
|
Im 1. Jh. V. Chr. bezeichnet der Name
Venetia eine der Provinzen des r?mischen Reiches, die das Gebiet des
heutigen Venetien, Friaul und Trient umfasst. 568 beginnen die Langobarden,
sich im Norden der Halbinsel niederzulassen. Im 6. und 7. Jh. ziehen sich
die Veneter aus ihrem Land, das inzwischen byzantinische Provinz ist, vor
den Besatzern an die K?ste und auf die Inseln zur?ck. Aus den Siedlungen
dieser Fl?chtlinge geht die Republik Venedig hervor. J?ngste Funde r?mischer
?berreste bei Torcello haben aber die Diskussion um ?ltere, also r?mische
Anf?nge wieder aufflammen lassen.
Politische Unabh?ngigkeit. W?hrend der Patriarch seit dem 6. Jh. in
Grado residiert, richtet sich die byzantinische Verwaltung im 7. Jh. in
Eraclea ein, zieht dann aber im 8. Jh. nach Malamocco auf der Nehrung der
Lagune. Die politischen Verbindungen zu Byzanz bestehen fort. So eilt die
griechische Flotte 810 zur Verteidigung der Lagune herbei, als die Franken
einzudringen drohen. 812 unterzeichnet Karl der Gro?e in Aachen die
Friedensurkunde, in der er zugunsten von Byzanz auf Venetien verzichtet.
Staatsgr?ndung. Zu dieser Zeit l?sst sich der gew?hlte Regent, nach dem
lateinischen Dux (F?hrer) Doge genannt, am Rialto im Herzen der Lagune
nieder. 827 erkl?rt die Synode von Mantua die religi?se Oberherrschaft
der fr?nkischen Festungsstadt Aquileia ?ber den Archipel. Damit besteht
wieder die Gefahr, dem Reich der Karolinger einverleibt zu werden. 828
jedoch bringen zwei Kaufleute aus Alexandria die Gebeine des Evangelisten
Markus auf die realtinischen Inseln. Diese Reliquie sichert den
Inselbewohnern die religi?se und politische Unabh?ngigkeit. Der L?we,
Symbol des neuen Schutzheiligen, wird zum Sinnbild des jungen Staates. Es
etablieren sich die ersten festen Regierungsformen. |
| |
|
|
|
11. bis 14. Jh. ? Herrschaft ?ber das
Mittelmeer |
|
Politische Stabilisierung |
|
Inzwischen hat sich die Stadt gegen?ber
Byzanz
emanzipiert. Sie unterst?tzt die Kaiserstadt
finanziell und milit?risch in ihrem Kampf gegen den
Islam und die Normannen und erh?lt im Gegenzug
Handelsprivilegien f?r das gesamte byzantinische
Territorium. Venedig breitet sich an den
dalmatinischen K?sten aus, venezianische Galeeren
durchstreiften die gesamte Adria. Wie die beiden
anderen Seerepubliken Genua und Pisa profitiert
Venedig von den Kreuzz?gen, indem es seine
Handelsbeziehungen intensiviert. Schon im 12. Jh. ist
die Stadt so bedeutend, dass sie als Vermittlerin
zwischen Papst Alexander III. und Kaiser Barbarossa
auftritt, die 1177 in Venedig Frieden schlie?en. 1204
lenkt der greise Doge Enrico Dandolo den vierten
Kreuzzug gegen das griechische Kaiserreich. Als Lohn
f?r die von Venedig ausger?stete Flotte verlangt er
die Belagerung von Konstantinopel. Die Stadt f?llt und
wird grausam gepl?ndert. Es entsteht das Lateinische
Kaiserreich, wobei die Venezianer sich einen
beachtlichen Teil der Beute sichern. Genua jedoch
verb?ndet sich mit den byzantinischen Herrschern, die
1261 das Lateinische Kaiserreich wieder erobern. Die
Venezianer verlieren einen Teil ihrer Gebiete und ihre
Handelsprivilegien. Ende des 13. Jhs. flammt der Krieg
gegen Genua erneut auf, doch kann sich keiner der
Gegner einen entscheidenden Vorteil sichern.
Das politische System.
Durch die wirtschaftliche Ausdehnung hat sich die
soziale Zusammensetzung der Stadt ver?ndert. Einige
Familien sind reich geworden und wollen nun neben den
alten Patrizierfamilien an der Regierung teilhaben.
Auch wird ? wie in den anderen prosperierenden freien
St?dten Italiens ? die fast absolute Herrschaft des
Dogen nicht mehr widerspruchslos hingenommen. Man
setzt ?Weisenr?te? ein, die seine Macht beschr?nken
(1132-1148). 1172 wird eine Kommission zur Kontrolle
der Dogenwahl geschaffen. Die best?ndigen Konflikte
mit Genua und Konstantinopel jedoch verlangen inneren
Zusammenhalt. Dadurch wohl erkl?rt sich die
?Schlie?ung des Hohen Rates? von 1297: Seither sind
zum Maggior Consiglio nur noch Mitglieder der Familien
zugelassen, die im Goldenen Buch eingetragen sind
(darin werden Heiraten und Geburten des venezianischen
Adels dokumentiert). Damit hat sich in Venedig eine
sehr best?ndige herrschende Schicht etabliert
Kleinere, doch sehr m?chtige R?te (z.B. der Rat der
Zehn) werden im weiteren diese Best?ndigkeit noch
f?rdern.
Das schwierige 14. Jh.
1348 w?tet die Pest in Venedig, die Stadt verliert die
H?lfte ihrer Einwohner. Es folgen eine Hungersnot und
eine schwere wirtschaftliche Krise. Der ungarische
K?nig Ludwig I entrei?t Venedig Dalmatien, und die
Herren von Padua und von Ferrara, aber vor allem die
m?chtigen Herz?ge von Mailand, die Visconti, nehmen
immer drohendere Haltungen ein. Die Erbfeindschaft mit
Genua, das sich inzwischen mit Florenz, Padua und
Ungarn verb?ndet hat, bricht 1378 wieder aus.
Die Republik in Gefahr.
1379 dringt die Flotte der Genuesen in die Lagune ein
und bem?chtigt sich des Forts Chioggia. Der Angriff
wird zur?ckgeschlagen, und anschlie?end ist die Macht
des durch den Krieg ausgelaugten Rivalen gebrochen. |
| |
|
|
|
15. Jh. ? Auf dem Zenit der Macht |
|
Seemacht im Osten |
|
Venedig baut seine Seeherrschaft im
Mittelmeer weiter
aus. Die Stadt nutzt den R?ckzug der Genuesen und
bem?chtigt sich der gesamten Adria. Korfu ist seit
1386 venezianisch, die albanische K?ste wurde wenig
sp?ter unterworfen, und zwischen 1409 und 1420 wird
Dalmatien endg?ltig erobert. Gleichzeitig allerdings
gewinnt das osmanische Reich allm?hlich an Macht. Die
t?rkische Flotte, 1407 besiegt, schl?gt Venedig
ihrerseits 1429. Nach der Eroberung Konstantinopels
1453 dringen die T?rken weiter auf dem Balkan vor und
nehmen den Venezianern 1470 Negroponte (Eub?a) ab.
Unterdessen verst?rkt Venedig seine Stellungen im
?stlichen Mittelmeer und dehnt seinen
Herrschaftsbereich 1489 bis nach Zypern aus. Dennoch
m?ssen zwischen 1499 und 1503 weitere Niederlagen
gegen die T?rken hingenommen werden. Der venezianische
Expansionismus und die Verfolgung eigener Interessen
vermischen sich so gegen Ende des 15 Jhs. mehr und
mehr mit dem Ziel der Verteidigung der Christenheit.
Die Eroberung des Festlands.
Ende des 14. Jhs. verb?ndet sich die Lagunenstadt mit
Florenz gegen die Visconti in Mailand, die ihren
Machtbereich im Norden Italiens das ganze Jahrhundert
hindurch stetig ausgedehnt haben. Um die Handelswege
nach Nordeuropa zu kontrollieren und die G?ter der
reichen Familien auf dem Festland zu sch?tzen, muss
Venedig seine Jahrhunderte w?hrende Isolation
aufgeben. Obwohl Venedig schon 1339 Treviso und
Umgebung erobert hat, beginnt die eigentliche
Ausdehnung auf das Festland erst 1404. Innerhalb von
20 Jahren baut die Republik sich durch die Einnahme
von Padua, Vicenza, Verona, Belluno, Feltre und
schlie?lich Friaul einen Herrschaftsbereich auf. Man
unterscheidet nun zwischen dem Stato di Mare
(Seestaat, die Kolonien) und dem Stato die Terra
(Festlandsaat). 1425-1426 dringt die Republik bis in
die Po-Ebene vor, wenig sp?ter erstreckt sie sich bis
an den Fluss Adda. Dieses Territorium wird 1454 im
Frieden von Lodi best?tigt. Einen weiteren Versuch der
Expansion stellt der Krieg um Ferrara (1481-1484) dar,
der jedoch vergeblich bleibt, da Florenz, Mailand und
Neapel Ferrara zu Hilfe eilen.
Mittlerweile erregt nicht mehr Mailand, sondern
Venedig das Misstrauen der m?chtigen italienischen
St?dte: Die Serenissima scheint es auf die
Vorherrschaft ?ber die italienische Halbinsel
abgesehen zu haben, das Gleichgewicht der Kr?fte ist
bedroht.
Die italienischen Kriege.
Venedig macht sich durch den Italienfeldzug Karls VIII
von Frankreich (1494) ausgel?ste Wirren zunutze und
versucht, die Kontrolle ?ber die apulischen
Hafenst?dte und ?ber das sich gegen Florenz
auflehnende Pisa zu gewinnen. Doch verb?nden sich
Frankreich und der Kaiser Maximilian 1508 in der Liga
von Cambrai, der sich Papst Julius II. anschlie?t. Am
14. Mai. 1509 wird die Armee der Republik bei
Agnadello vernichtend geschlagen. Ein Teil der Terra
ferma wurde von franz?sischen und kaiserlichen Truppen
besetzt; Oberitalien droht unter die Kontrolle
Frankreichs zu fallen. |
| |
|
|
|
16. bis 17. Jh. ? Neutralit?t
verpflichtet |
|
Konsolidierung |
|
Mit der Unterst?tzung durch Papst Julius
II., der sich
von der Allianz wieder abwendet, nutzt Venedig
Streitigkeiten zwischen Franzosen, Spaniern und
Kaiserlichen. Die Stadt verb?ndet sich nacheinander
mit Franz I. und Karl V. und kann so innerhalb von
zehn Jahren die verlorenen Gebiete bis auf Cremona und
die apulischen H?fen zur?ckgewinnen und ihre
Herrschaft stabilisieren.
Das goldene Zeitalter Venedigs.
Von nun an f?hrt Venedig eine Politik vorsichtiger
Neutralit?t. Obwohl die Stadt eine beachtliche Macht
darstellt, bem?ht sie sich im Verlaufe der folgenden
beiden Jahrhunderte, nicht in die h?ufigen Konflikte
zwischen den gro?en europ?ischen Monarchien verwickelt
zu werden. Nach Florenz und Rom entwickelt sich
Venedig, die Stadt Tizians, Tintorettos und Veroneses,
zum dritten Zentrum der italienischen Renaissance.
Ihre politischen Institutionen scheinen so
unantastbar, dass der venezianische Staat zu einem
regelrechten Mythos stilisiert wurde.
Verlust des Ostens.
Die Situation der St?tzpunkte rund um das Mittelmeer
ist dagegen weniger erfreulich. Schon in der ersten
H?lfte des 16. Jhs. fallen die Inseln in der ?g?is
fast alle an die T?rken. 1571 geht Zypern verloren;
die T?rken lassen den venezianischen Kommandanten
lebendig abh?uten. Auch der Sieg von Lepanto am
7.Oktober des Jahres, Ergebnis einer Allianz mit dem
Papst und den Spaniern, bringt keine Gebietsgewinne.
Ende des Jahrhunderts bedrohen dalmatinische Piraten
die Schifffahrt. Venedig ist von der Milit?rausgaben
ruiniert und muss hohe Steuern erheben.
Kampf gegen die T?rken.
Die wirtschaftliche Krise seit 1620 und die Pest von
1630 markieren den Beginn des eigentlichen
Niederganges. Das Zentrum des europ?ischen Handels
verlagert sich in die Nordsee, der Verkehr in Venedigs
H?fen l?sst nach. Die Industrie f?r Luxusg?ter leidet
inter der franz?sischen Konkurrenz. Im 17. Jh. erlebt
die Serenissima bei jeder Einmischung in die
Niederlage. Zeitweilig kann sie sich aber gegen die
t?rkischen Angriffe zur Wehr setzen. Zwar verliert sie
im Krieg um Candia (1645-1699) die Insel Kreta, aber
am Ende des Jahrhunderts erobert sie Athen und die
Morea. 1718, am Ende des spanischen Erbfolgekriegs
verliert Venedig den griechischen Besitz, w?hrend die
?sterreicher ihren Machtbereich auf den Balkan
ausdehnen. |
| |
|
|
|
18. Jh. ? Das Ende der Republik |
|
Der Niedergang |
|
Nach dem Krieg spielt Venedig in den
politischen
Entwicklungen Europas keine Rolle mehr. Erstmals
erlangt die Stadt als Touristenziel Ber?hmtheit: vor
allem der Adel gibt sich beim Karneval ein
Stelldichein. Doch die soziale und politische Ordnung
steckt in der Krise. Halbherzige Reformversuche in der
zweiten H?lfte des 18. Jhs. kommen zu sp?t, um Fr?chte
zu tragen. Zum Schluss ger?t die Republik in die
Wirren der napoleonischen Kriege.
Venedig als Spielball Napoleons.
Der Beschluss von 1793, eine Politik der
?unbewaffneten Neutralit?t? zu verfolgen, ist ein so
deutliches Zeichen von Schw?che, dass Napoleon 1796
ohne viel Federlesens in venezianisches Gebiet
eindringt, um gegen die ?sterreicher zu k?mpfen. Schon
im April 1797 ?berl?sst er den Habsburgern einen Teil
des venezianischen Territoriums. Am 1. Mai 1797 dann
erkl?rt er Venedig den Krieg: Er werden bis vor den
Dogenpalast vorr?cken, falls die Stadt seine
Bedingungen nicht annehme und ihre Regierung
?reformiere?. Dem kommen die Venezianer eiligst nach
(am 12. Mai). Im Vertrag von Campoformio ?berlassen
die Franzosen Venedig den ?sterreichern, deren Armee
am 18. Januar 1798 nach Venedig einzieht: |
| |
|
|
| 19. Jh. ?
Von ?sterreich zu Italien |
| Besatzung |
|
Im Januar 1806 l?sst
Napoleon seine Truppen Venedig
zur?ckerobern, wird jedoch 1814 von den ?sterreichern
wieder vertrieben. Auch die Schaffung eines Freihafens
kann den wirtschaftlichen Niedergang zwischen 1830 und
1848 nur unvollst?ndig aufhalten. In dem von Daniele
Manin und Niccol? Tommaseo gef?hrten Aufstand werden
die ?sterreicher am 22. M?rz 1848 aus Venedig
vertrieben. Im Fr?hjahr 1849 belagern sie die Stadt,
am 24. August f?llt die provisorische Regierung. Zur
Strafe f?r die Rebellion verlagern die ?sterreicher
den Sitz der venetischen Regierung aufs Festland. Im
Laufe der beiden folgenden Jahrzehnte wird die
Fremdherrschaft immer belastender.
Venedig italienisch.
Erst 1866 erfolgt der Anschluss an das italienische
K?nigreich: Der italienische K?nig erh?lt als Lohn
seine Unterst?tzung der Preu?en nach der Niederlage
der ?sterreicher bei K?niggr?tz Venedig und Venetien. |
| |
|
|
Venedig im 20. Jh.
|
| |
|
Schon vor dem Ersten Weltkrieg gibt es
mehrere
Versuche, die Wirtschaftskraft Venedigs zu verbessern:
Der Hafen wird ausgebaut, in Mestre entsteht ein
Industriegebiet. Zugleich werden wichtige kulturelle
Einrichtungen wie etwa die Biennale ins Leben gerufen.
Zwischen den Kriegen entsteht der Industriehafen
Marghera, wodurch Venedig seine Position als
Hafenstadt erh?lt. Nach dem Zweiten Weltkrieg jedoch
scheitern die Bem?hungen, aus Venedig eine moderne
Stadt zu machen, deren Entwicklung der anderen
norditalienischer St?dte entsprechen k?nnte. Die
Probleme h?ufen sich: Die Wirtschaft der Stadt basiert
nur noch auf dem Dienstleistungssektor, die Mieten
werden unerschwinglich. Die Bev?lkerungsstruktur
?ndert sich: Sie jungen Leute ziehen zu Tausenden nach
Mestre, in der Stadt selbst bleiben wenige, vor allem
alte Leute. Das ?kologische Gleichgewicht in der
Lagune ist zerst?rt, die Hochwasserkatastrophen nehmen
immer bedrohlichere Ausma?e an. Das architektonische
Erbe leidet unter den Folgen der Unweltverschmutzung
und unter dem zu dichten Verkehr auf den Kan?len. Der
?Fall Venedig? erregt schlie?lich weltweites
Interesse. 1973 wird endlich ein Sondergesetz zum
Schutz der Lagune beschlossen, f?r den Milliarden Lire
vorgesehen sind. Heute ist die zentrale Frage, ob man
vor einer Entwicklung resignieren muss, durch die
Venedig mit immerhin 67 838 Einwohnern g?nzlich zu
einem Museum wird. |
| |
|
|
| |
|
Burano |
Karneval |
Geschichte |
|
|